Die Verlangsamung der Welt

Bereits im Jahr 2016 wurden Werke von Gabriele Bösch in der Feldkircher Wexelstube gezeigt.  Petra Rainer

Bereits im Jahr 2016 wurden Werke von Gabriele Bösch in der Feldkircher Wexelstube gezeigt.  Petra Rainer

Ausstellung zeigt Zeichnungen von Gabriele Bösch in der Wexelstube in Feldkirch.

feldkirch Bereits vor vier Jahren hat Gabriele Bösch im kleinen Experimentierraum Wexelstube in der Feldkircher Vorstadt mit ihren einzigartigen Feder-Tusche-Zeichnungen bezaubert. Nun präsentiert die Vorarlberger Künstlerin ihre neuen Arbeiten, die zwischen 2017 und 2020 entstanden sind. Diese minutiösen „Loblieder auf die Natur“ sind an den Dezemberwochenenden – vom 11. bis zum 13. und vom 17. bis zum 19. Dezember – sowie vom 8. bis zum 10. Jänner und zusätzlich nach Vereinbarung zu sehen. Aufgrund der aktuellen Coronasituation wird es keine Vernissage geben, die Besichtigungen finden während der Öffnungszeiten unter Einhaltung der Schutzbestimmungen statt. Die Künstlerin wird persönlich anwesend sein.

Einatmen – Ausatmen

„Stets die Stetigkeit in der Reglosigkeit“ nennt die in Hohenems lebende Künstlerin Gabriele Bösch, die auch als Schriftstellerin bekannt ist, ihre aktuelle Ausstellung. Sie beschreibt ihre Bilder so: „Manchmal ist mir, als schriebe ich an einem Loblied auf die Natur. Manchmal nenne ich meine Blätter ‚Kartografie der potenziellen Ordnungen‘. Immer jedoch schreibe ich an einer Verlangsamung des Blicks und darum an einer Verlangsamung der Welt. Reglos scheint so mein stilles Tun. Die Stetigkeit in der Reglosigkeit kommt jedoch einer Ausdehnung gleich: Einatmen. Im Ausatmen dann schwebt leise ein Ton.“ Die Bilder entstehen mit Tusche und Feder in wochen-, manchmal auch monatelanger Feinarbeit im Lustenauer Atelier der Künstlerin. Als Grundlage dienen ihr Elemente und detailgenaue Beobachtungen aus der Natur, die sie in gleichsam meditative Ordnungssysteme bringt. Daraus ergeben sich verblüffende und faszinierende Muster und Strukturen, die sich vom Kleinen ins Große übertragen lassen – und umgekehrt. Der Makrokosmos findet sich im Mikrokosmos und alles hängt eindeutig zusammen. Bösch vermittelt mit ihren liebe- und respektvollen Zeichnungen den Betrachtenden diese Zusammenhänge und eröffnet ungeahnte Sichtweisen auf die Wunderwerke der Natur.

Zur Künstlerin

Gabriele Bösch, geboren 1964, ist freie Schriftstellerin und Künstlerin und lebt in Hohenems. Sie ist mit dem Künstler Gernot Bösch verheiratet und Mutter von fünf erwachsenen Kindern. Bekannt wurde sie mit ihrem Familienroman „Der Geometrische Himmel“, sie schreibt aber auch Kurzprosa, Hörspiele und Theaterstücke. Seit 2016 widmet sich Gabriele Bösch vermehrt der bildenden Kunst und nimmt an Ausstellungen teil. Die aktuelle Präsentation in der Wexelstube ist ihre zweite Einzelausstellung.

ausstellung

Ort Wexelstube, Mühletorplatz 10, Feldkirch

Termine Freitag ,11., bis Sonntag 13. Dezember; Freitag, 18., bis Sonntag, 20. Dezember; Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Jänner, sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten Freitag jeweils von 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr

Infos und Terminvereinbarung

www.wexelstube.at, kontakt@wexelstube.at

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