Nachbarschaftshilfe in Feldkirch angelaufen

Wer helfen möchte oder Hilfe benötigt kann sich in Feldkirch an die jeweiligen Ortsvorsteher wenden.    VN/Lerch

Wer helfen möchte oder Hilfe benötigt kann sich in Feldkirch an die jeweiligen Ortsvorsteher wenden.    VN/Lerch

Ortsvorsteher koordinieren Einsätze und Helfer.

Feldkirch Die Solidarität in der Vorarlberger Bevölkerung ist groß. In kürzester Zeit haben Gemeinden und Privatinitiativen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Mitmenschen verschiedenste und allesamt gut funktionierende Modelle der Nachbarschaftshilfe eingerichtet. Die Stadt Feldkirch setzt mit ihrem Modell konsequent auf die Ortsvorsteher als Kontaktpersonen in den Stadtteilen. Ihr Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung ist hoch und niemand weiß besser, wie ihr Stadtteil „tickt“. „Es war daher eine recht einfache Entscheidung“, so Bürgermeister Wolfgang Matt, „beim Aufbau der Feldkircher Nachbarschaftshilfe auf die Ortsvorsteher als verlängerten Arm der Verwaltung zu setzen.“

Unbürokratische Hilfe

Das System ist denkbar einfach: Wer ein Problem hat oder Hilfe benötigt, wer hilfreiche Anregungen einbringen oder selbst in der Nachbarschaftshilfe aktiv werden möchte, kontaktiert unbürokratisch und direkt den Ortsvorsteher seines Wohnsitz-Stadtteils. Die Kontaktdaten sind unter www.feldkirch.at/ueber-feldkirch/politikamtsleitung/ortsvorsteherinnen/ aufgelistet. Für unmittelbare Hilfstätigkeiten können die Ortsvorsteher dann aus einem Pool von Freiwilligen sofort jemanden mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragen. Auch Fragen, die die Stadtverwaltung betreffen, können direkt deponiert werden; diese werden umgehend an die zuständige Fachabteilung zur Beantwortung oder weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Die Ortsvorsteher dokumentieren regelmäßig die Anzahl an Kontakten und die geleisteten Hilfen. Damit ist gewährleistet, dass es nicht zu Überlastungen kommt und Hilfe-Staus erst gar nicht entstehen. Mit dem Ortsvorsteher-Modell soll nicht zuletzt auch die rege genutzte Corona-Helpline entlastet werden, die nach wie vor unter 0664/9174732 oder coronainfo@feldkirch.at erreichbar ist. Für den besonders wichtigen Bereich Pflege und Betreuung gibt es in der Stadt Feldkirch zudem eine „Kummernummer“ die unter 0676/82286888 oder kummernummer@feldkirch.at erreichbar ist.

Peter Stieger, OV von Gisingen, erlebt „eine unglaubliche Welle von Anfragen, sowohl von hilfsbedürftigen als auch von hilfsbereiten Personen“ und sieht seine Aufgabe dabei in der „optimalen Koordination dieser beiden Seiten“. Dies kann auch Dieter Preschle, OV für Levis und die Innenstadt, bestätigen. Wichtig ist es aus seiner Sicht, „der Verunsicherung gerade bei älteren Mitmenschen entgegenzutreten.“ Und dazu sei „das persönliche Gespräch, auch wenn es derzeit nur am Telefon stattfinden kann, nach wie vor das beste Mittel.“ Doris Wolf, OV von Nofels, ist ebenfalls überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die ihr entgegenschlägt: „Danke an alle, die sich spontan bereit erklärt haben, zu helfen!“

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.