Die Aufsandungserklärung

In Kaufverträgen wie im Grundbuch befinden sich viele „historische“ Begriffe. Foto: Shutterstock

In Kaufverträgen wie im Grundbuch befinden sich viele „historische“ Begriffe. Foto: Shutterstock

Recht. In Kaufverträgen stolpern Käufer gerne über den Begriff „Aufsandungserklärung“.

Man ahnt es bereits: Die Herkunft des Wortes „Aufsandung“ wird mit der Trocknung – quasi Bekräftigung eines Schriftsatzes durch aufgestreuten Sand – wie in der Vergangenheit üblich – in Zusammenhang gebracht. Ein noch viel verwirrenderer Begriff für die Aufsandungserklärung heißt „Intabulationsklausel“. Worum handelt es sich nun bei diesen beiden, in Kaufverträgen oder separaten Urkunden vorkommenden Begriffen genau?

Einverständniserklärung

Die Aufsandungserklärung beim Kaufvertrag ist die schriftliche Erklärung des Eigentümers, dass er mit der Eintragung (z. B. Einverleibung, Verbücherung) im Grundbuch einverstanden ist. Diese Erklärung wird von der Person abgegeben, deren Recht beschränkt, belastet, aufgehoben oder übertragen werden soll. Es ist somit die ausdrückliche Erklärung des Eigentümers einer Liegenschaft/Immobilie, dass er der Eintragung eines Rechtes zu Gunsten eines Dritten zustimmt. Es kann daher der Kauf einer Liegenschaft nur im Grundbuch eingetragen werden, wenn der Verkäufer entweder im Kaufvertrag oder in einer separaten Urkunde erklärt, dass er mit der Einverleibung des Eigentumsrechtes für den Käufer einverstanden ist. Ohne Aufsandungserklärung mit beglaubigter Unterschrift ist eine Eintragung des Eigentums im Grundbuch nicht möglich. Die Aufsandungserklärung ist in den meisten Fällen im Kaufvertrag über die Liegenschaft enthalten.

Weitere Infos auf
www.help.gv.at

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