Kanalnetz wird jetzt im Norden durchleuchtet

Mit einer Kamera wird das Kanalnetz nach Schäden abgesucht. Als Nächstes ist der Dornbirner Norden dran.

Mit einer Kamera wird das Kanalnetz nach Schäden abgesucht. Als Nächstes ist der Dornbirner Norden dran.

Demnächst wird das Haselstauder Abwassernetz untersucht.

Dornbirn Schrittweise wird das Dornbirner Kanalnetz seit rund drei Jahren mit fahrbaren Kameras untersucht. Die großteils schon älteren Leitungen für die Entsorgung des Abwassers werden dabei systematisch auf ihren Zustand geprüft. In den kommenden Monaten wird ein weiterer Abschnitt in Haselstauden untersucht. Mit dem neuen „Kanalmanagement“ kann festgestellt werden, wann und wo Sanierungen notwendig sind. Tiefbaustadtrat Vizebürgermeister Markus Fäßler erklärt: „Mit der Untersuchung, bei der gleichzeitig auch kleinere Reparaturen durchgeführt werden können, können wir die laufende Instandhaltung des Kanalnetzes besser planen, was letztlich auch zu einer nachhaltigen Einsparung führt.“

Modernes Kanalmanagement

Die Untersuchung des Dornbirner Kanalsystems sei eine wichtige Grundlage für ein modernes Kanalmanagement, heißt es aus dem Rathaus. Zunächst erfolgen die Aufnahme und Markierung der Schächte und Deckel. Jene Deckel, die überbaut oder beispielsweise durch Holzstapel verstellt sind, müssen dabei zugänglich gemacht werden. Anschließend erfolgt eine Spülung des Kanals, damit die Schächte und Leitungen mit einer auf einem Roboter befestigten Kamera genau inspiziert werden können. Das gesamte Netz der Kanalisation wurde über die vergangenen Jahrzehnte stetig ausgebaut. Rund 98 Prozent des Siedlungsgebietes ist an das Abwassersystem angeschlossen. „Wichtig ist, dass wir den Zustand der teilweise vor Jahrzehnten gebauten Kanalstränge kennen. Aus diesem Grund hat die Stadt eine Spezialfirma beauftragt, in den kommenden Jahren die Kanäle systematisch mit mobilen Kameras zu befahren.“

Dabei wird auch untersucht, wo durch Setzungen, durch Druck verursachte Brüche oder wuchernde Wurzeln, die sich manchmal durch die Verbindungen der einzelnen Rohre zwängen, Beschädigungen entstanden sind. Exakte Untersuchungsprotokolle werden angefertigt und dienen zukünftig als wichtige Entscheidungshilfen. Im vergangenen Jahr wurde die Kanalisation im Süden der Stadt systematisch mit Kameras befahren. In den kommenden Wochen werden große Bereiche in Haselstauden geprüft. Die Untersuchung erfolgt in Etappen und wird auch in den kommenden Jahren durchgeführt. Fallweise wird die von der Stadt beauftragte Firma auch private Liegenschaften betreten müssen – dort, wo der Kanal unterhalb dieser Grundstücke führt. Mit der Untersuchung wurde die Spezialfirma Helbok beauftragt.

<p class="caption">Mit einer Kamera wird das Kanalnetz nach Schäden abgesucht. Als Nächstes ist der Dornbirner Norden dran.</p>

Mit einer Kamera wird das Kanalnetz nach Schäden abgesucht. Als Nächstes ist der Dornbirner Norden dran.

„Mit der Untersuchung können wir laufende Instandsetzungen des Netzes besser planen.“

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