„Kann im Lockdown auch für meine Kinder da sein“

Monika Büsel ist Tagesmutter in Dornbirn. Vbg. Tagesmütter

Monika Büsel ist Tagesmutter in Dornbirn. Vbg. Tagesmütter

Tagesmutter Monika Büsel kann dem Lockdown Gutes abgewinnen.

Dornbirn Der Tag beginnt früh für die Dornbirner Tagesmutter Monika Büsel. Zahlreiche Aufgaben warten auf sie. Doch dank eines sehr gut strukturierten Tagesablaufs läuft der Tag entspannt ab. Das Mittagessen richtet Büsel schon in der Früh, noch bevor die ersten Tageskinder eintreffen. Dann hat sie vormittags mehr Zeit für die Kinder. Wenn ab 8 Uhr die ersten Tageskinder eintreffen, geht es gleich an die Schulaufgaben. Monika Büsel verschafft sich einen Überblick und schaut, wer wo Hilfe benötigt. „Unser verschmuster Kater Nickel ist eine große Hilfe. Er ermöglicht den Kleinen eine Ruhephase, während die Großen ihre Schulaufgaben erledigen können“, sagt die erfahrende Tagesmutter.

Eine strenge Lehrerin

Ihre eigenen Kinder finden, Monika
Büsel sei eine strenge Lehrerin.
Dario, ein Tageskind, ist da anderer Meinung: „Monika ist nicht streng. Ich finde Homeschooling cool. Meine Lehrerin hat mich gelobt, weil ich alles so ordentlich gemacht habe. Das freut mich sehr. Trotzdem will ich meine Schulkollegen wiedersehen.“ Bis 10 Uhr lernen die Kinder konzentriert, führen auch Experimente für den Sachunterricht durch. Nach der Jause kommen die letzten Aufgaben dran, bevor die nächsten Tageskinder eintreffen.

Dann geht es hinaus zur Bewegungsstunde. Die Kinder lieben Völkerball und Hindernislauf. Da machen sowohl die Großen als auch die Kleinen begeistert mit.

Am Nachmittag ins Freie

Nach dem Mittagessen legt Büsel die kleineren Kinder zum Mittagsschlaf nieder. Für die älteren Schüler ist es Zeit, die restlichen Aufgaben am PC zu erledigen. Die ersten Tageskinder werden abgeholt. Den Nachmittag verbringen die Tagesmutter und ihre Kinder gerne im Freien. Die Spielmöglichkeiten sind vielfältig. Wenn die letzten Tageskinder abgeholt sind, hat Büsel noch lange nicht Feierabend. Jetzt muss sie putzen, desinfizieren und abwaschen, um den Kindern für den nächsten Tag eine möglichst hygienische Umgebung zu bieten. Eine große Hilfe ist Monikas Mann Reini, der die Einkäufe erledigt.

Monika Büsel kann der derzeitigen Situation auch viel Positives abgewinnen: „Der Beruf Tagesmutter ermöglicht es mir, auch während des Lockdowns für meine eigenen Kinder da zu sein, auch wenn ich die realen Treffen mit anderen Tagesmüttern und -kindern vermisse“, erklärt sie. „In den vergangenen Jahren haben wir in der Vorweihnachtszeit oft zusammen gebastelt und Kekse gebacken. Das geht dieses Jahr leider nicht. Aber wir machen das Beste daraus.“

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