Dornbirner Tierheim spürt den Lockdown

Derzeit kommen weniger Spenden rein, die Tiere müssen natürlich auch weiterhin gefüttert und versorgt werden.

Derzeit kommen weniger Spenden rein, die Tiere müssen natürlich auch weiterhin gefüttert und versorgt werden.

Tiere bleiben gut versorgt, aber Spenden bleiben aus.

Dornbirn Die Versorgung der Tiere im Tierschutzheim Dornbirn war in den letzten Wochen stets gesichert – dies allerdings größtenteils unter großen Anstrengungen der Mitarbeiter. Doch auch hier hat die Coronakrise Spuren hinterlassen, unter anderem weil Spenden weggefallen sind.

Dabei hat das Tierschutzheim in Dornbirn bereits eine Woche vor den behördlich angeordneten Schließungen reagiert und gehandelt. „Dadurch waren wir nach den Beschlüssen der Regierung bereits bestens vorbereitet und eingespielt“, erklärt Tierpflegeleiter Marco Milohnic. Auf Besucherverkehr wurde in den letzten Wochen aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr zum Schutz der Mitarbeiter verzichtet. „Es wäre fatal gewesen, hätte sich einer von uns angesteckt und das ganze Team hätte in Quarantäne gehen müssen“, gibt der Pflegeleiter klar zu erkennen, dass die Tiere 365 Tage im Jahr eine Betreuung benötigen. Dazu wurde das ohnehin kleine Team in zwei Gruppen aufgeteilt und jeweils drei Leute haben immer vier Tage gearbeitet und sich dann abgewechselt.

Keine Tiere vermittelt

Trotz der Krise und Einschränkungen kamen aber in dieser Zeit weiterhin Fundtiere ins Tierheim, aufgrund der Kontaktsperre konnten allerdings keine vermittelt werden. Das hat auch dazu geführt, dass es im Tierheim ziemlich rundgegangen ist. „Durch den Umstand, dass uns die ehrenamtlichen Helfer und Gassi-Geher ausgefallen sind, mussten wir alles selber machen. Gerade in dieser Zeit haben wir gemerkt, wie wichtig unsere Ehrenamtlichen sind“, so Marco Milohnic.

Dazu sind aufgrund des Besuchsverbots auch die ganzen Spenden weggefallen. „Im Normalbetrieb kommen immer wieder Besucher ins Tierheim und unterstützen uns mit einer kleinen Spende. Egal welcher Betrag – jede Unterstützung ist für unsere Tiere wertvoll“, erklärt der Pflegeleiter, dass gerade die ganzen Futter- und Tierarztkosten, neben den Betriebskosten, einen großen Posten bei den Ausgaben darstellen.

„Sehr gut ausgelastet“

Zwar wurden in den letzten Wochen, auch aufgrund der Coronakrise, weniger Tiere im Tierheim abgegeben, „trotzdem sind wir derzeit sehr gut ausgelastet“, so Milohnic. Die Mitarbeit der ehrenamtlichen Helfer ist derzeit wegen der Sicherheitsauflagen noch nicht möglich, aber die Gassi-Geher sind bereits wieder im Einsatz. Nun hofft das Tierheim aber auch auf die Spendenbereitschaft der Vorarlberger. „Vor allem Fixkosten, Spezialfutter und Medikamente zehren an unseren Finanzen – und wir können ja nicht einfach zusperren“, so der Tierpflegeleiter. Dazu benötigt das Tierheim unbedingt einen neuen Deichselstapler für das Lager. „Wir verwalten in unserem Lager unter anderem den Jahresvorrat für unser Tierheim und alle Tierschutzvereine im ganzen Land“, daher sind die Tierfreunde auch über einen gebrauchten, funktionstüchtigen Stapler froh.  MIMA

Spendenkonto:
IBAN: AT034571000131009907
BIC: VOVBAT2B

www.vlbg-tierschutzheim.at

<p class="caption">Die Katzen im Dornbirner Tierschutzheim fühlen sich wohl, aber vermittelt werden können sie derzeit kaum. mima</p>

Die Katzen im Dornbirner Tierschutzheim fühlen sich wohl, aber vermittelt werden können sie derzeit kaum. mima

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