Aus der Geschichte. Die Entstehung von Dornbirns Bildungslandschaft

Dornbirn – eine Stadt der Schulen

Eine Schulklasse in der Volksschule Oberdorf im Jahr 1913. 

Eine Schulklasse in der Volksschule Oberdorf im Jahr 1913. 

Die Bildungslandschaft hat sich seit 1900 gewaltig verändert.

Dornbirn Mehr als 30 schulische Einrichtungen, von der Volksschule bis zur Fachhochschule, gibt es derzeit in Dornbirn. Ein Blick zurück zeigt, dass sich seit der Stadterhebung im Jahr 1901 einiges in der Bildungslandschaft verändert hat. Inzwischen kann man Dornbirn zu Recht als Schulstadt bezeichnen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es fünf große mehrklassige Volksschulen in den Stadtbezirken und fünf einklassige Volksschulen in den Bergparzellen. Sie waren die wichtigsten Bildungseinrichtungen, da fast alle Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren in den Volksschulen die Schulpflicht absolvierten, und das oft unter schwierigen Umständen. Im Jahr der Stadterhebung saßen im Schnitt 55 in einer Klasse, viele von ihnen nicht das ganze Schuljahr, weil sie in der elterlichen Landwirtschaft gebraucht wurden: 1901 ließen über 300 Eltern ihre Kinder von Josefi im März bis Allerheiligen, 1. November, von der Schule befreien. Im selben Jahr wurde die staatliche Oberrealschule, heute das Bundesgymnasium, eröffnet. 1904 übersiedelte sie in das neue Gebäude in der Realschulstraße. Eine Kommunalunterrealschule gab es bereits seit 1878. Die zweite höhere Schule ist das Bundesrealgymnasium in der Höchsterstraße, gegründet 1972.

Schule für Textilindustrie

1891 wurde auf Initiative von Fabrikanten eine Stickereifachschule in der Hatlerstraße gegründet. Unterrichtet wurden in den Anfangsjahren die Fächer Großmaschinenstickerei und Nachsticken. In den folgenden Jahren kamen immer weitere Abteilungen dazu, was zu steigenden Schülerzahlen führte. Im Juni 1955 wurde der Grundstein für die neue Textilschule an der Sägen gesetzt, drei Jahre später zogen die Schülerinnen und Schüler ins neue Haus ein. 30 Jahre später übersiedelte die Schule in ein neues Gebäude an der Höchsterstraße. Der Niedergang der Textilindustrie hatte zur Folge, dass neue Fächer in  den Lehrplan aufgenommen wurden und die Schule zur Höheren Technischen Lehranstalt mit einem großen Spektrum an Bildungsangeboten wurde.

„Ländle-Uni“

Ein Leuchtturm der Dornbirner Bildungslandschaft ist die Fachhochschule Vorarlberg. Ihre Geburtsstunde schlug 1989 mit der Gründung des Vereins „Technikum Vorarlberg“. Inzwischen hat sich die „Ländle-Uni“, die 2005 in den Neubau neben der alten Textilschule einzog, ihren fixen Platz in der Hochschullandschaft Österreichs gesichert. Derzeit absolvieren rund 1300 Studenten ihre akademische Ausbildung an der FHV. ha

<p class="caption">Die Stickereifachschule in der Hatlerstraße 26, um das Jahr 1900.  Stadtarchiv</p>

Die Stickereifachschule in der Hatlerstraße 26, um das Jahr 1900.  Stadtarchiv

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