Historische Ach-Querung wird saniert

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss.

Umfangreiche Arbeiten an der denkmalgeschützten Hängebrücke in Doren vor Abschluss.

Doren Mit der Einstellung der Wälderbahn vor 40 Jahren wurde in der wildromantischen Achschlucht nicht nur die Trasse samt Tunnelbauten und anderer Infrastruktur dem Verfall preisgegeben, auch manchen Bauwerken, die in Zusammenhang mit dem Bahnbetrieb standen, drohte nach der Bahn-Einstellung das Aus. Zum Beispiel auch der Hängebrücke beim ehemaligen Bahnhof in der Parzelle Bozenau.

Unter Denkmalschutz

Der „Steg Bozenau“ verbindet die beiden Gemeinden Doren und Alberschwende und ermöglichte Alberschwende dabei auch den Zugang zum Wälderbähnle. Heute steht er unter Denkmalschutz. „Als eines der wenigen ,Überbleibsel‘ an begehbaren Brücken über die Bregenzerache“, wie Dorens Bürgermeister und Regio-Obmann Guido Flatz betont. Ihm war es deshalb ein großes Anliegen, den imposanten Steg zu erhalten und umfassend zu sanieren.

Spannende Geschichte

Für die VN-Heimat hat Flatz auch in den Archiven recherchiert und die spannende Geschichte dieses Übergangs aufgearbeitet. „Die Anfänge der Querung“, fand Flatz heraus, „reichen mehr als 200 Jahre zurück. An der alten Querung der Bregenzerache soll sich bereits um 1800 eine Bootsfähre befunden haben, weil die Furt nur bei Normalwasserstand befahrbar war.“

„Gasthaus zum Fährmann“

Nach Installierung der Bootsfähre wurde 1840 auf Dorener Seite ein Bauernhaus erbaut, bei welchem auch „gewirtet“ wurde, weshalb der Hof stolz als „Gasthaus zum Fährmann“ bezeichnet wurde, ab 1900 dann „Gasthaus zum Schiff“. Laut Überlieferungen soll an dieser Stelle im Jahr 1860 eine an Seilen aufgehängte Fußgängerverbindung entstanden sein. Überliefert ist auch, dass der zuvor von Johann Georg Himmler errichtete Draht-Seilsteg von einem Hochwasser zerstört worden ist. Dieser erste Steg sei 76 Meter lang gewesen. Himmler durfte für die Benützung eine Maut erheben.

Eine gezeichnete Postkarte von 1902 zeigt das in die Station einfahrende Wälderbähnle und ein die Ach übersetzendes Ruderboot. Nach der Eröffnung der Wälderbahn 1902 einigten sich die Gemeinde Doren und die Gemeinde Alberschwende über den Neubau des Steges und dessen Kostenaufteilung. Das Juni-Hochwasser von 1910 zerstörte den Steg, lediglich die Widerlager blieben stehen. Den nächsten Neubau besorgte 1913/14 die Firma Heimbach und Schneider aus Hard. Diese Seilhängebrücke war zweifeldrig mit Stützweiten von jeweils fast 40 Metern. Die Seilaufhängung wurde an den Tragstützpunkten überdacht. Mehrere Hochwässer beschädigten den Steg immer wieder.

Zuletzt 1992 saniert

Vor knapp 30 Jahren wurde der Steg letztmalig gründlich saniert, jetzt wurde erneut eine umfassende Erneuerung fällig. Das denkmalgeschützte Objekt wurde sorgsam saniert (Geländerkonstruktion sowie der Holzbohlenbelag komplett erneuert). Einen ersten Belastungstest bestand das Bauwerk während der Eröffnungsfeierlichkeiten des Achtal-Geh- und Radweges im Juni 2014. Weitere Sanierungsarbeiten wurden in den folgenden Jahren getätigt: In einem zweiten Bau-Abschnitt die Erneuerung der Tiefen-Fundamentierung des Mittelpfeilers und die Sanierung des Widerlagers auf Seite der Gemeinde Alberschwende. Die Arbeiten im Bachbett wurden Mitte Dezember 2020 abgeschlossen. Die Restarbeiten an den Pfeilern (Risssanierungen und Erneuerung der Dacheindeckung) erfolgen im Frühjahr 2021. STP

<p class="caption">Die Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss. Bürgermeister Guido Flatz erläutert die Geschichte der Brücke. stp/3</p>

Die Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss. Bürgermeister Guido Flatz erläutert die Geschichte der Brücke. stp/3

<p class="caption">Die Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss. Bürgermeister Guido Flatz erläutert die Geschichte der Brücke. stp/3</p>

Die Sanierungsarbeiten an der Hängebrücke zwischen Doren und Alberschwende stehen vor dem Abschluss. Bürgermeister Guido Flatz erläutert die Geschichte der Brücke. stp/3

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