Möbelriese komplettiert Paradestraße

Im Zuge der XXXLutz-Erweiterung wurden auch rund 800.000 Euro in die Adaptierung der Karl-Höll-Straße samt Kreuzungsumbau investiert.

Im Zuge der XXXLutz-Erweiterung wurden auch rund 800.000 Euro in die Adaptierung der Karl-Höll-Straße samt Kreuzungsumbau investiert.

Lokalaugenschein auf der fast fertigen Baustelle des Möbelriesen weckt viele Erinnerungen.

Lauterach „Unglaublich, wie sich hier alles in den vergangenen drei, vier Jahrzehnten total verändert hat . . .“, erinnert Bürgermeister Elmar Rhomberg bei einem Lokalaugenschein an die Entwicklung der Straße vom Lauteracher Montfortplatz zum Bahnhof. Er weiß, wovon er redet, denn schon in den frühen 1970er-Jahren besuchte er „gleich um die Ecke“ die Volksschule Dorf und erinnert sich deshalb ganz genau, wie die Karl-Höll-Straße damals aussah.

Unvergessliche Feste

„Wo wir jetzt zwischen XXXLutz und Sonnwies-Verbauung stehen, fanden viele große Feste wie das Frühlingsfest, Musikfeste und 1985 auch das unvergessliche Fest zur Markterhebung statt. Auf der einen Seite der Karl-Höll-Straße stand das Festzelt, auf der anderen Seite – dem heutigen Parkplatz von XXXLutz – der Vergnügungspark mit Autoscooter, Schiffschaukeln usw. Für uns Jugendliche natürlich immer ein Treffpunkt.“

Das erste Problem

Stichwort Karl Höll: Mehr als 100 Jahre lang war die Tubenfabrik einer der wichtigsten Arbeitgeber der Gemeinde. So wichtig, dass sogar die Straße nach dem Firmengründer benannt wurde. In der Blütezeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren hier 120 Mitarbeiter beschäftigt, zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren es nur noch rund zwei Dutzend und Ende Oktober 2003 wurde die Liquidation des Traditionsunternehmens bekannt gegeben. Da war
Elmar Rhomberg gerade mal seit vier Wochen Bürgermeister – und sah sich mit dem Problem konfrontiert, bei einer sinnvollen Nachnutzung des Firmenareals mitzuwirken. Heute darf ihm bescheinigt werden, dass dies hervorragend gelungen ist: Rund 100 Wohnungen entstanden im Lerchenpark und das ehemalige Höll-Verwaltungsgebäude wurde sehenswert restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt. Gelungen ist auch die Modernisierung und Erweiterung des Möbelriesen. „Es war ein hartes Stück Arbeit, bis wir uns zu dieser Lösung durchgerungen hatten“, blickt Rhomberg auf diesen komplizierten Planungsprozess zurück, bei dem er mit großem Erfolg auf Bürgerbeteiligung setzte. XXXLutz war 1987 „über Nacht“ nach Lauterach gekommen, als der Möbelriese den Waltner-Betrieb übernahm. Der innovative Tischlermeister Paul Waltner hatte in den 1950er-Jahren seine Tischlerei gebaut, später kam ein Furnierwerk und schließlich auch ein Möbelhaus hinzu, das seine Söhne zu Vorarlbergs größtem ausbauten. Lutz baute neu und erweiterte bald nach der Übernahme. 2000 kam es dann zu einem weiteren Ausbau auf rund 10.000 m2 Verkaufsfläche.

Kompromiss gefunden

„Dabei“, erläutert der Lauteracher Bürgermeister, „hatte XXXLutz ursprünglich weit größere Begehrlichkeiten, denn das Unternehmen hatte die gegenüberliegenden Reiner-Gründe im Visier.“ Für Lauterachs Gemeindechef, seine Mitstreiter und auch die Bevölkerung war das des Guten zu viel und in zähen Verhandlungen wurde Lutz auf das Areal südlich der – inzwischen adaptierten – Karl-Höll-Straße beschränkt und auf dem Sonnwies-Areal wurde eine Wohnanlage mit rund 70 Wohnungen, einem Sutterlüty-Markt, kleinen Geschäften, Praxen usw. entwickelt.

Ein gelungener Kompromiss, denn der neu gestalteten XXXLutz samt Shopping-Passage und die gegenüberliegende Infrastruktur bilden im Zusammenhang mit Geschäften rund um den Montfortplatz eine vielfältige Einkaufsmöglichkeit. STP

<p class="caption">Bei einem Lokalaugenschein erläutert Bürgermeister Elmar Rhomberg die dynamische Entwicklung rund um den vor der Eröffnung stehenden erweiterten XXXLutz.  STP/3</p><p class="caption"/>

Bei einem Lokalaugenschein erläutert Bürgermeister Elmar Rhomberg die dynamische Entwicklung rund um den vor der Eröffnung stehenden erweiterten XXXLutz.  STP/3

<p class="caption">Nicht nur für Handwerker, auch für XXXLutz soll es hoch hinaus gehen.</p>

Nicht nur für Handwerker, auch für XXXLutz soll es hoch hinaus gehen.

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