Wasserversorgung langfristig sichern

Die Arbeiten zur Neufassung der Säge­bachquelle erfolgten im Herbst. Müller

Die Arbeiten zur Neufassung der Säge­bachquelle erfolgten im Herbst. Müller

Wassergenossenschaft Raggal hält die örtliche Infrastruktur in Schuss. Wasserleitungskataster wird erstellt.

Raggal Im Auftrag der Wassergenossenschaft (WG) Raggal war es in den letzten Jahren in der Großwalsertaler Gemeinde zu einigen baulichen Maßnahmen gekommen. So wurden in mehreren Bauabschnitten die Anlagen der Trinkwasserversorgung saniert bzw. erneuert. Dabei stand unter anderem die umfassende Sanierung der beiden Hochbehälter Chris und Kirchdorf auf dem Bauplan. „Hier wurden eine UV-Anlage für die ständige Sicherheit der Wasserqualität installiert und die Verrohrungen gänzlich erneuert. Darüber hinaus wurden die Außenfassaden saniert“, informiert Robert Müller als Obmann der Wassergenossenschaft Raggal über die genaue Bautätigkeit.

Ludquelle gefasst

Vor zwei Jahren kam es im Wald der Agrargemeinschaft Fraßenwald Raggal, unterhalb der Forststraße, zudem zur Fassung der Ludquelle. „Die Arbeiten waren eine große Herausforderung, da diese in sehr steilem Gelände erfolgten. Die Kosten für die als große oberflächliche Quelle gefasste Ludquelle betrugen rund 120.000 Euro“, führt Müller weiter aus. Die Fassung eben dieser Quelle und eine deutliche Verbesserung der Quellschüttung waren die Voraussetzung für ein weiteres Projekt: die Neufassung der im Jahr 1949 gefassten Sägebachquelle. Nachdem die Arbeiten ursprünglich für 2019 geplant waren, wurden diese kurzerhand um ein Jahr verschoben und im Oktober und November dieses Jahres umgesetzt. „Diese Quelle ist unmittelbar in der Nähe eines kleinen Felsens und hat keine Verbindung mit dem Sägebach selbst. Derzeit schüttet sie rund zehn Liter pro Sekunde, was langfristig eine sehr gute Trinkwassersicherheit für Raggal bedeuten wird“, freut sich der WG-Obmann, der in Bezug auf diese Neufassung samt Druckunterbrecherschacht von Kosten in Höhe von rund 140.000 Euro spricht. Die kalkulierten Gesamtkosten, welche von der Gemeinde Raggal (Löschwasseranteil) sowie im Besonderen über Förderungen von Land und Bund getragen werden, belaufen sich auf rund 340.000 Euro. „Die Wassergenossenschaft selbst verfügt über angesparte Eigenmittel und rechnet mit einem Darlehen von rund 100.000 Euro“, informiert Müller. Geht es nach der Wassergenossenschaft Raggal sollen die umfassenden Sanierungs- und Erneuerungsvorhaben mit der Festlegung eines Quellschutzgebiets im Fraßenwald, welche die Zustimmung der Agrargemeinschaft Fraßenwald Raggal benötigt, abgeschlossen werden.

Leitungskataster

Zuvor kommt es nach dem infrastrukturellen Update aber noch zur Erstellung eines Leitungsinformationssystems (Wasserleitungskataster). Dabei werden derzeit die Haupt- und Hausanschlussleitungen erhoben und dokumentiert. Parallel dazu erfolgt zudem die Aufnahme von Schächten und Hydranten samt deren Vermessung. „Diese digitalen Leitungsauskünfte sind für unsere Wassermeister sehr wichtig und nützen der Gemeinde etwa bei Leitungserhebungen vor Bagger- und Grabarbeiten.

Dieses Projekt läuft über die Firma Breuß/Mähr Bauingenieure aus Koblach, teilweise parallel mit der Kanalisationsaufnahme der Gemeinde Raggal“, so Müller abschließend. VN-JS

WG Raggal

Gründung 1949

Mitglieder 226

Vorstand Obmann Ing. Robert Müller, Brunnenmeister Kilian Schwarzmann und Gabriel Türtscher, Schriftführer Siegi Wetzlinger, Kassier Werner Asam, Beirat Martin Zech

Wasseranschlüsse 271

Wasserabgabe 39.800 m3

Wasserhärte 9,1 °dH

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.