Baulicher Eingriff erfordert viel Fingerspitzengefühl

von Joachim Schwald
Die Sanierungsarbeiten am LKH Bludenz verlaufen trotz schwieriger Rahmenbedingungen planmäßig. LKH/Mathis

Die Sanierungsarbeiten am LKH Bludenz verlaufen trotz schwieriger Rahmenbedingungen planmäßig. LKH/Mathis

Sanierung des LKH Bludenz bringt viele Herausforderungen mit sich.

Bludenz Als wäre der Kampf gegen das Coronavirus nicht herausfordernd genug, werden am LKH Bludenz parallel zum Krankenhausbetrieb auch die laufenden Sanierungsmaßnahmen konsequent vorangetrieben. Da die Baustelle auch während der Coronahochphasen laufend betrieben wurde, liegen die Arbeiten derzeit noch immer gut im Zeitplan. „Nach heutigem Stand kann der Bauzeitplan trotz Corona mit einer geringen Zeitverschiebung von rund vier Wochen eingehalten werden“, heißt es auf Anfrage seitens der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG). Auch was die Finanzen anbelangt, ist man zuversichtlich, die veranschlagten 11,8 Millionen Euro
für den Umbau nicht zu überschreiten.

Schutzmaßnahmen

Da der Umbau bei laufendem Betrieb stattfindet, wurden im Vorfeld seitens der Bauprojektleiter alle möglichen Maßnahmen getroffen, um einen bestmöglichen Ablauf garantieren zu können. Die aktuelle Covid-19-Situation stellt die Bauverantwortlichen dennoch vor weitere Herausforderungen. „So mussten in der Sicherheits- und Gesundheitsplanung zusätzliche Schutzmaßnahmen wie etwa Abstand, Hygiene, Arbeitsausrüstung, Organisatorisches oder Baustellenanlieferung angeordnet werden“, informiert Norbert Kathan als Leiter des Baumanagements der KHBG, der angibt, dass man auf den Erfahrungen des ersten Lockdowns im Frühjahr aufbauen könne.

Finale Etappe läuft

Die bisher letzte Zwischenetappe konnte im August erreicht werden. Damals waren drei Stützpunkte und Funktionsbereiche, neun Vier-Bett-Zimmer, drei Zwei-Bett-Zimmer sowie diverse Nebenräume bezogen worden. Seither wird an der letzten Etappe gearbeitet.

Nachdem die Abbrucharbeiten bereits komplett abgeschlossen sind, wurden auch die Baumeisterarbeiten im Wesentlichen fertiggestellt. „Auch die neuen Fensterelemente wurden inzwischen eingebaut“, informiert Kathan. Während man im Innenbereich mit der Rohinstallation der haustechnischen Anlage beschäftigt ist, wird außen an der neuen Fassade gewerkt. Wie berichtet verschwindet im Zuge des Umbaus die markante Sägezahnfassade und wird durch eine komplett neue Steinfassade ersetzt. Parallel dazu sind Spengler- sowie Trockenausbauarbeiten im Gang. Sämtliche dieser Arbeiten sollen bis Ende des Jahres weitergeführt werden. Danach wird mit den Estricharbeiten begonnen. Mit dem Bezug der in Arbeit befindlichen Stationen rechnet Kathan im August des kommenden Jahres.

Heliport bald in Betrieb

Da über den Herbst der Baukran in die Abflugschneise ragte, war der Heliport am Dach des Spitals aus Sicherheitsgründen vorübergehend außer Betrieb. Ungeachtet der Verschiebung des Auftakts der Wintersaison soll dieser ab Mitte Dezember aber wie geplant wieder angeflogen werden können.

Nach Abschluss der Generalsanierung stehen im Haupttrakt 90 modernisierte Patientenbetten sowie zusätzlich 44 im Neubautrakt zur Verfügung. Hinzu kommen sechs Intensivbetten und acht Plätze der Tageschirurgie. Nach Abschluss aller baulichen Adaptierungsmaßnahmen im Hauptgebäude wird zu guter Letzt auch die Physiotherapie dahin übersiedeln. Danach wird der Restbestand des Altbaus abgerissen werden.

<p class="caption">Im Zuge der Umbauarbeiten wird die markante Sägezahnfassade durch eine neue Stein­fassade ersetzt.</p>

Im Zuge der Umbauarbeiten wird die markante Sägezahnfassade durch eine neue Stein­fassade ersetzt.

LKH Bludenz

5 medizinische Fachbereiche

145 Betten

4800 Operationen pro Jahr

50.000 ambulante Frequenzen

11.000 stationäre Patienten

550 Geburten

415 Mitarbeiter

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