Singen als Ausdruck der Lebensfreude

Seit seiner Kindheit ist Matthias Metzner ein begeisterter Sänger. Aktuell ist der „Bludenzer Sängerknabe“ in vier Chören aktiv.  BI

Seit seiner Kindheit ist Matthias Metzner ein begeisterter Sänger. Aktuell ist der
„Bludenzer Sängerknabe“ in vier Chören aktiv.  BI

Der Bludenzer Matthias Metzner ist in zugleich vier Chören aktiv.

Bludenz „Ich konnte kaum lesen, da hat mir meine Mama gleich während einer Messe ein ‚Gotteslob‘ in die Hand gedrückt. Das war ein Aha-Erlebnis: Wenn ich lesen kann, dann kann ich auch singen. So habe ich meine Begeisterung am Singen entdeckt. Von dort an bin ich immer gern in die Kirche, weil ich mich dort gesanglich austoben konnte, sonst hat mir ja keiner zugehört“, erzählt Matthias Metzner lachend.

Die früh entdeckte Leidenschaft für den Gesang ließ ihn nie mehr los. Mittlerweile ist er sogar in vier Chören aktiv. Gestartet hat er beim Jugendchor „Genesis“ in Nüziders. Matthias Ebner, der Chorleiter, kam auf ihn zu, wofür er ihm heute noch dankbar ist. „Ich finde es nach wie vor beeindruckend, wie wir als Laien ein Stück einüben und schlussendlich ein Ganzes daraus wird“, erzählt der ausgebildete IT-Fachmann mit Begeisterung. Aber auch das Gemeinschaftserlebnis in den Chören sei ihm sehr wichtig – fast noch wichtiger als das Singen selber. „Es ist dieses gemeinsame Üben, das Arbeiten auf ein Ziel hin, das sehr verbindend ist. Wir sehen uns bei den Proben doch jede Woche, dadurch haben sich auch Freundschaften entwickelt“, betont der begeisterte Sänger die soziale Komponente der Chorgemeinschaft.

Ein Bariton, der im Tenor singt

Durch einen Onkel kam er zum Liederkranz Bludenz. Zuerst habe er gemeinsam mit dem Onkel im ersten Bass gesungen, später habe er zur Tenor-Stimmlage gewechselt. Wobei er eigentlich ein Bariton sei, meint er. Nur sei es schwierig, jetzt nochmals in eine andere Stimmlage zu wechseln, so flexibel sei er nun doch nicht. Mit dem Liederkranz wurde vor Kurzem das Requiem „Aeternam“ des zeitgenössischen Komponisten Lagrange aufgeführt. Dies war für Matthias Metzner insbesondere deshalb ein beeindruckendes Erlebnis, da hierfür drei Männerchöre zusammengewirkt haben.

Eine weitere Produktion, die ihn sehr beeindruckt hat, war die Aufführung der „Csardasfürstin“ der Unterhaltungsgruppe Ludesch. Bei den Vorbereitungen zu dieser Operette musste interdisziplinär zusammengearbeitet werden, nicht nur die Sänger waren wichtig, sondern auch das Bühnenbild, die Maske, die Kostüme. Aber auch die konzertante Aufführung „Carmina Burana“ von Carl Orff 2016 im Montforthaus sei ein besonderes Erlebnis gewesen, da er mit Hunderten von Sängern gemeinsam auf der Bühne stand.

Seit 2015 ist er bei „Vice Versa“, einem gemischten Chor, in Raggal aktiv. „Dieser Chor entstand als Jugendchor, und dort bin ich – im Gegensatz zum Liederkranz Bludenz – einer der Ältesten“, führt er weiter aus. Zudem singt er bei „Cantemus“ auf dem Bürserberg und beim „Musikverein Eintracht“, dem Männerchor in Schlins. Diese Abwechslung liege ihm.

Beim Proben ganz da

„Musik hat viel mit Rhythmik zu tun. Diese erfordert Konzentration. Wenn ich bei den Proben bin, bin ich ganz da und fokussiere mich ausschließlich auf den Gesang. Alles andere fällt dann von mir ab“, erläutert er. Dafür nimmt er auch die Proben an vier Abenden in der Woche gerne in Kauf. Andere Hobbys von ihm sind Motorradreisen und Bergwandern, aber die Hauptsache bleibt das Singen. Manchmal überschneiden sich allerdings die Termine, da neben dem Proben ja auch Aufführungen und Konzertreisen angesagt sind. „Nun werde ich leider nicht mehr für einen ausgezeichneten Chorbesuch gelobt“, ergänzt er mit einem Schmunzeln. BI

„Durch das regelmäßige miteinander Proben haben sich auch Freundschaften entwickelt.“

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