Einzigartiges aus unserer Region. Christel’s Atelier in Wald am Arlberg

Kreatives Schaffen in einstigem Schafstall

von Joachim Schwald
Christine Dietrich hat nach dem Vorbild der Festspielkulisse eine spezielle „Buch-Couch“ hergestellt. Foto: VN/js

Christine Dietrich hat nach dem Vorbild der Festspielkulisse eine spezielle „Buch-Couch“ hergestellt. Foto: VN/js

Christine Dietrich hat schon viel kreiert. Besonders stolz ist sie auf ihre „Buch-Couch“.

Dalaas. (VN-js) Die André-Chénier-Kulisse der Bregenzer Festspiele inspirierte Christine Dietrich vor einigen Jahren zum Bau einer ganz besonderen Couch. „Ich war so fasziniert von diesem Bühnenbild, dass ich daraus etwas machen musste“, erinnert sie sich zurück. Über Wochen und Monate verfeinerte sie die Idee einer Couch in Form eines aufgeschlagenen Buches. Während der Prototyp in der Wohnung ihrer Tochter Unterschlupf gefunden hat, ziert das rund zwei Meter lange und ein Meter breite Unikat das Wohnzimmer der 65-jährigen Waldnerin.

Schon immer gebastelt

Schon in frühen Kindertagen hielt Dietrich die Neugier an künstlerischen Formen auf Trab. Alles, was zum Basteln hergenommen werden konnte, wurde in irgendeiner Form von ihr wiederverwendet. So ist es bis heute. „Mit dem Material entstehen die Ideen. Dabei ist es mir ganz egal, welches Material es ist“, liegt für Dietrich der Reiz in der Vielfältigkeit ihres Tuns.

Abgesehen von ein paar Kursen hat sich die umtriebige Klostertalerin alles selber beigebracht. „Entscheidend ist, dass man etwas gerne macht. Dann kommen die Ideen wie von selbst“, sagt sie. Egal ob Malen, Gewürze binden, Floristik, aber auch Holz- und Metallverarbeitung, die selbsternannte Künstlerin ist in ihrem Schaffen sehr vielseitig und will es auch bleiben. „Ich habe gerne Abwechslung“, sagt sie.

Auch Kurse zur Herstellung von Krönchen der Klostertaler Tracht hat Dietrich schon gegeben. Krönchen sind es auch, die aktuell ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn die 65-Jährige ist mit der Entwicklung spezieller Kopfbedeckungen für den Wiener Opernball beschäftigt. „Vielleicht habe ich die Chance, dass meine Idee Gefallen findet. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm“, sagt sie.

Arbeiten im Sommer

Während im Winter die Ideen reifen, wird ausschließlich im Sommer an deren Umsetzung gearbeitet. Dann nämlich ist Christel’s Atelier, das einst als Schafstall diente, zugänglich. Von Mai bis November bietet es neben Kunst und Handwerk auch Pilgern Platz. Nach einigen Veranstaltungen Mitte der 2000er-Jahre entschloss sich die zweifache Uroma vor knapp fünf Jahren, ihren Sommersitz zur Pilgerherberge umzufunktionieren. „Veranstaltungen organisiere ich nicht mehr. Heute bin ich eher auf Märkten vertreten.“ Wie viele Werke im Laufe ihres langjährigen Schaffens entstanden sind, weiß Dietrich nicht. „Das wird wohl in die Tausende gehen“, sagt sie mit einem Grinsen.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.