Bludenzer Moschee bis zum Sommer fertig

von Joachim Schwald
Von außen ist der Moschee-Neubau in der Bludenzer Austraße bereits weit fortgeschritten. Foto: VN/js

Von außen ist der Moschee-Neubau in der Bludenzer Austraße bereits weit fortgeschritten. Foto: VN/js

Altbau weitestgehend fertiggestellt. Arbeiten an Neubau in vollem Gang.

Bludenz. (VN-js) Gemächlicher als geplant schreitet der rund 1,3 Millionen Euro teure Bau der Bludenzer ATIB-Moschee sowie die Generalsanierung des
alten Gebäudetrakts voran. Bereits Ende des vergangenen Jahres wollte man seitens des Türkisch-Islamischen Kulturvereins den Neubau ursprünglich fertiggestellt haben. Die Arbeiten hinken aber doch deutlich hinter dem Zeitplan her.

In vier Monaten fertig

„70 Prozent der Arbeiten sind abgeschlossen“, bringt es der Obmann des Bludenzer ATIB-Vereins, Tolgahan Aydogan, auf VN-Anfrage auf den Punkt. „Spätestens in vier Monaten sollten die Arbeiten endgültig beendet sein“, ist er zuversichtlich, das Projekt bis zum Sommer finalisieren zu können.

Während der Rohbau des neuen Gebetshauses bereits vor über einem Jahr fertiggestellt worden war, hatten sich die Arbeiten im Vorjahr hauptsächlich in das Bestandsgebäude verlagert. Dort wurde die Sanierung des Altbaus vorangetrieben und inzwischen weitestgehend abgeschlossen. „Lediglich der alte Gebetsraum wurde noch nicht saniert“, informiert der ATIB-Obmann. Das hänge damit zusammen, dass der Raum aktuell noch in Verwendung sei und erst nach der Fertigstellung des neuen Gebetsraums saniert werde. „Künftig wird dieser Raum als Jugend- und Frauenzentrum dienen“, so Aydogan.

Aktuell sind die Arbeiter mit dem Innenausbau des neuen Trakts beschäftigt. „Der Trockenausbau ist weit fortgeschritten und wird in den kommenden zwei Wochen abgeschlossen werden können“, sagt Aydogan. Danach werden die Verputz- und Malerarbeiten fortgesetzt, die Innengeländer montiert und schließlich die Teppiche verlegt und Möbel aufgestellt.

Sobald es die Witterung zulässt – voraussichtlich bereits im März – wird beginnend mit den Asphaltierungsarbeiten auch die Gestaltung der Außenanlage in Angriff genommen. Abschließend soll dann auch die 16 Meter hohe, gläserne Säule unmittelbar vor dem Gebäude aufgestellt werden. Diese soll das Gotteshaus als solches erkennbar machen und Inschriften aus Koran und Bibel beinhalten.

Separater Eingang

Im Erdgeschoß des Neubaus wird eine Caféteria mit Küche künftig als Treffpunkt dienen. Der erste Stock wird dann den Männern vorbehalten sein. Neben einem 200 Quadratmeter großen Gebetsraum im Neubau sind im Altbau Lern- und Gebetsräume sowie Waschräume und WC-Anlagen entstanden. Das Obergeschoß ist für Frauen vorgesehen: Auch hier sind Lern-, Gebets-, Waschräume und WCs entstanden. Zudem befindet sich hier der rund 100 Quadratmeter große Gebetsraum, der nur für Frauen über einen separaten Eingang auf der Bahnseite des Gebäudes erreichbar ist.

70 Prozent der Arbeiten sind gemacht. Bis zum Sommer kann das Projekt abgeschlossen werden.

Tolgahan Aydogan
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